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Leutnant Dino kommentiert

Der doppelte Geldregen

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Dank des totalen Lockdowns in der totalen Merkel-Diktatur habe ich nun jede Menge Zeit für meine Kunden. Am Jahresende wird es immer recht dick und da ich ausgesprochen nette Kunden habe, kann ich keinesfalls nein sagen. Dafür bin ich einfach zu schwach und labil. Und so kommen immer wieder kurzfristige, oft sogar wichtige Sachen rein. Ich mache es gerne. Meine Arbeit macht mir Spaß, obwohl es auch beschissene Einsätze gibt. Wer kennt das nicht? Da hilft kein Jammern, da muss man durch. Und auf der Baustelle bin ich kein einfacher Mensch. Raus aus dem Transporter, alles vorbereiten, noch einen Schluck Wasser trinken und dann wird die Kette poliert. Mittagspause? Gibt es bei mir nicht. Es wird durchgearbeitet, bis die Mission erfüllt ist. Ansonsten kann ich ziemlich sauer werden, wenn es nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle. Bei mir ist alles auf Effizienz ausgelegt. Abends sacke ich dann in meinen Sessel und bin mit mir zufrieden. Mein Bulldog kuschelt sich an und ich sage mir, dass heute ein sehr guter Tag war.

Nachdem der Lockdown nun auch über die Feiertage geht, habe ich vorgesorgt. Mit Arbeit. Und hier liegt ein toller Vorteil drin. Da ich keine Frau habe, spare ich Zeit und jede Menge Geld. Ohne Frau kann ich jederzeit mein MacBook Pro anwerfen und meine Plänchen und Berichte anfertigen. Wer kein Geld ausgibt und obendrein noch Geld verdient, hat gut lachen. Besser kann es nicht laufen und da kann niemand sagen, dass Weihnachten langweilig wird. Nebenbei müsste ich meinen Transporter und das Lager aufräumen, einige Dinge am Wohnwagen reparieren, meine Kleiderkammer auf Vordermann bringen und, und, und. Ich habe jede Menge zu tun. Das klingt nach viel Arbeit und das ist es auch. Ähnlich wie bei einem Ehemann, nur dass der den ganzen Scheißdreck für seine Frau machen muss. Ich mache alles für mich und nur ich profitiere davon. Ok, das stimmt nicht ganz, weil ich ein kleiner Angestellter bin. Räusper, Hüsterchen, Lachen. Wieder mal ein kleiner Scherz.

An Silvester wird dieses Jahr zum Glück nicht geballert. Dabei ist mir das Klima völlig egal, aber mein Bulldog mag das Geknalle nicht und hat da ein wenig Angst. Aber der Papa ist ja da und dieses Jahr dürfte es ruhig werden. Könnte das nicht jedes Jahr so sein? Weihnachten und Silvester sind sinnlose Tage und freie Tage nerven einen Highperformer sowieso. Geld, Geld und nochmals Geld. Das ist das Motto. Da könnte ich gut lachen, wenn nicht die hohen Unterhaltsschulden wären. Mein Gewissen plagt mich nicht wirklich, denn meine Exen und ihre Blagen sind nicht mein Problem. Sollen sie leben, wovon auch immer, Hauptsache nicht von meiner Kohle. Mir sind hohe Schulden deutlich lieber, als jeden Monat Kohle auf die Konten meiner Exen zu überweisen.

Ein wenig traurig bin ich, weil ich mit meinem Wohnwagen, der mir nicht gehört, während des Lockdowns nicht wegfahren kann. Alle Campingplätze sind geschlossen. Aber das ist genauer genommen nicht weiter schlimm, schließlich wohne ich in einer Wandergegend. An frischer Luft und Natur gibt es in Oberfranken keinen Mangel.

An sich juckt mich der Lockdown nicht besonders. Bei mir im Örtchen ist alles wie immer, da hat sich nichts verändert. In den vollgepferchten Städten mag das ganz anders sein, aber für das persönliche und im Grunde selbst gewählte Schicksal des Einzelnen kann ich nichts und es juckt mich auch nicht. Hauptsache mir geht super. Das ist meine bekannte Lebensformel. Und dass nun viele Geschäfte bankrottgehen, ist das Problem der Geschäftsinhaber. Hätte man nicht schon im Frühjahr erkennen können, dass viele Geschäftsbereiche in Zeiten von Corona sinnlos geworden sind? Beim ersten Lockdown hätte ich beispielsweise als Reisebürobesitzer den Laden sofort dicht gemacht und mir einen anderen Job gesucht. Wer versucht, ein sterbendes Geschäft vor dem Abgrund zu retten, ist rettungslos verloren. Da wurde Geld ohne Ende verbrannt und nichts wurde besser. Aber Kleinunternehmer können meist keine harten Entscheidungen durchziehen, weil sie emotional zu sehr an ihrem Laden hängen.

Noch schlimmer dürfte die Sache eine keifende Ehefrau machen, die jeden Tag flennt, was denn nun werden soll? Wer so ein Schätzchen zu Hause hat, sollte im Zuge seiner Geschäftspleite seine Alte gleich mit entsorgen. In einem Abwasch alles regeln. Sicherlich werden das viele Männer gemacht haben. Die Medien berichten nur nicht davon, damit es keine Nachahmer gibt. Stattdessen gibt es die volle Dröhnung der Merkel-Propaganda. Alles wird gut, alles wird besser und Deutschland schafft alles. Wer daran glaubt, lebt in einer Traumblase. So wird es nicht kommen, denn der Staat kümmert sich eh nicht um den Einzelnen. Was hat denn der Staat bis jetzt getan? Wer genau darüber nachdenkt, kann nur zu dem Schluss kommen: wenig bis nichts. Nur die großen Konzerne zocken im großen Stil ab. Die Kleinunternehmer saufen ab und der Staat bekundet scheinheilig sein Mitgefühl.

Klar, niemand weiß, wie es im Jahr 2021 werden wird. Vielleicht halten die Investoren ihr Geld zurück und warten erstmal ab. Alles ist drin und vielleicht rauscht sogar die Bauwirtschaft ins Bodenlose. Ich kann es nicht sagen, aber ich bin dennoch optimistisch. Ich bin schlank aufgestellt, habe die großen Investitionen in den vergangenen fetten Jahren getätigt und kann selbst in Krisenzeiten echte Dumpingpreise machen, ohne in wirtschaftliche Not zu geraten. Das klingt nicht so schlecht und stimmt mich durchaus zufrieden. Warten wir ab, wie es kommen wird. Ich bin mir sicher, dass Frau Merkel immer eine Lösung hat und Deutschland eine echte Konjunktur erleben wird. Schließlich arbeiten in der Bundesregierung nur die besten und klügsten Köpfe des Landes. Und wir leben im besten Land der Welt. Und ja, das war purer Zynismus.

Ich kenne echte Krisen, denn die habe ich zur Genüge erlebt. Krisen haben jedoch den Vorteil, dass die Motivation, sich zu bewegen, maximal steigt und die Kreativität beflügelt wird. Eine Krise ist immer eine echte Chance, besser zu werden. Das hält den Highperformer wachsam und fit. Wer gut durch eine Krise kommt, der ist immer auf der Erfolgsspur. Leider muss dazu erwähnt werden, dass gutes Krisenmanagement nur ohne Frau und Anhang möglich ist. Jeglicher familiäre Ballast trübt den sachlichen Blick, hemmt die Risikobereitschaft und die Entscheidungsfreude. Der Ballast muss einfach weg.

Und so wünsche allen Hatern einen schönen 4. Advent. Zündet eine Kerze, aber nicht die Bude der Ex an. Das darf nur ein Traum sein, denn kein Mann der Welt möchte, dass der ehemals Allerliebsten etwas zustößt.

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